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SPD Adlershof

Das Dritte Reich

Adlershof wurde immer als das „Rote Adlershof“ bezeichnet, als eine Hochburg der Sozialdemokratie. Doch auch in Adlershof änderte sich zum Ende der Weimarer Republik die politische Klimalage und in das strahlende Rot mischte sich zusehens schmutziges Braun. Die langanhaltend schwierige wirtschaftliche Situation und der damit verbundene soziale Abstieg führte zu allen Zeiten zu einer Stärkung der Extremisten. Ein gutbezahlter, sozialversicherter Job ist das beste Sozialprogramm was es gibt (Bill Clinton) und die größte Stütze der Demokratie.

Plakat zur Reichstagswahl 1907

Das Rote Berlin, das Rote Treptow und das Rote Adlershof änderten ihre politische Ausrichtung später und nie so eindeutig wie andere Teile des Deutschen Reiches. Doch die Radikalisierung war deutlich sichtbar: bei den Reichstagswahlen am 07.12.1924 erhielt die SPD in Adlershof 2.354 Stimmen, die KPD 2.229 und die NSDAP (Nationalssozialistische Deutsche Arbeiterpartei) 164, bei den Kommunalwahlen am 17.11.1929 erreichte die SPD 31,0 % der Stimmen, die KPD 26,9 % und die NSDAP 4,3 %, bei den Reichtagswahlen 1930 erhielt die SPD 2.910 Stimmen, die KPD 4.034 und die NSDAP 1.226. Zwei Jahre später hatte sich das Verhältnis weiter verschlechtert: bei den Reichstagswahlen errang die SPD 3.149 Stimmen, die KPD 4.102 und die NSDAP 3.154. Nach den letzten Kommunalwahlen am 12.03.1933 hatte die NSDAP mit 37,7 % der Stimmen gegen die SPD mit 24,1 % und der KPD mit 20,1 %, unter schon nicht mehr freien und demokratischen Bedingungen, die Mehrheit errungen.

Plakat zur Reichstagswahl 1907

Nach den blutigen Straßenkämpfen der 20er Jahre, die auch in Adlershof stattfanden, ging nun alles sehr unspektakulär und bürokratisch vonstatten – auch wenn nicht weniger blutig und grausam für viele Betroffene -. Mit dem Gleichschaltungsgesetz vom 31.03.1933 wurde der Bezirksbürgermeister von Treptow Julius Grunow (SPD), sein Stellvertreter und „5 weitere marxistische Stadträte“ „beurlaubt“. Die NSDAP übernahm die Macht im Bezirk.

Plakat zur Reichstagswahl 1907

1931 zählte die SPD in Treptow 5.000 Mitglieder, 500 waren es in Adlershof. Wer nicht verhaftet wurde, ins Ausland floh oder einfach sein politisches „Bewußtsein“ in das „Private“ beschränkte, kämpfte im Untergrund weiter. So mußten 1936 die Nazischergen tausende Flugblätter mit der Aufschrift „Die Sozialdemokratie lebt“ aufsammeln. Im Mai 1939 tauchte das Flugblatt „Es lebe der Kampf aller Friedensfreunde gegen die braunen Kriegstreiber, vereinzelt seit ihr nichts, vereint alles! Sozialdemokraten und Kommunisten Berlins - Süden und Osten“ auf. Die Blätter wurden in Adlershof hergestellt und z.T. von der sozialdemokratischen Widerstandsgruppe einer köpenicker Uniformfabrik verteilt. Die Gruppe wurde vom ehemaligen SPD-Abgeordneten Eugen Sinnecker geleitet.

Plakat zur Reichstagswahl 1907

Für die Sozialdemokraten war die Zeit des Dritten Reiches die Zweite ihrer Illegalität (nach dem Sozialistengesetz), doch auch diesesmal überlebte sie, entschlossen die Demokratie in Deutschland wieder aufzubauen und die Fehler der Weimarer Zeit zu vermeiden.

 

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