SPD Adlershof

Preis für Zivilcourage: SPD-Fraktion gratuliert den Ausgezeichneten

Bezirk

In der Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung am 21. März 2013 wurde der Preis für Zivilcourage an Bürgerinnen und Bürger verliehen, die sich im vergangenen Jahr im besondere Maße durch ehrliches, hilfsbereites und aktives Verhalten für Demokratie und Toleranz im Bezirk eingesetzt haben. 

In diesem Jahr wurde das herausragende Verhalten von einer Bürgerin und vier Bürgern geehrt. 

Nico Schmolke setzt sich seit Jahren im Bezirk gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Hetze von Nazis ein. Er organisiert Kiezspaziergänge um Johannistal von Aufklebern und rechten Markierungen zu befreien, gründete mit anderen eine Netzwerkrunde von Bürgerinnen und Bürgern aus Johannistal und ist Mitglied des LAP Schöneweide zur Entwicklung des Ortsteils. Als im letzten Sommer ein Anschlag auf sein Wohnhaus verübt wurde, hat sich Nico Schmolke nicht zurückgezogen, sondern noch mehr gegen rechte Bestrebungen aufbegehrt, in unserem Bezirk weiter Fuß zu fassen.

Mehmet Yilderim beschützte im letzten September in seinem Schöneweider Imbiss einen Mitbürger, der von einer Gruppe Gewalttätiger verfolgt und geschlagen wurde und verhinderte so Schlimmeres. 

Die Nachbarn Miriam Kleinen, Lars Hartmann und  Reinhold Schulze griffen energisch ein, als ihre Nachbarin überfallen wurde. Sie halfen ihr ohne zu Zögern und konnten so auch den Weg zu einer Festnahme des Übeltäters ebnen. 

Matthias Schmidt, Fraktionsvorsitzender und Bundestagskandidat: "Ich bin stolz auf die Ausgezeichneten, die unseren Bezirk und unsere Gesellschaft mit ihren Taten bereichern. Sie sind herausragende Beispiele für die vielen Menschen, die gegen Unrecht aufbegehren und Verantwortung für andere übernehmen. Wir alle können uns die Preisträger zum Vorbild nehmen und weiter daran arbeiten, dass rechtes Gedankengut und Gewalt keinen Platz in unserem Treptow-Köpenick haben!

Nico Schmolke, der ebenso Bürgerdeputierter im Schulausschuss der BVV und stellvertretender Juso-Landesvorsitzender ist, hat in einer kurzen Dankesrede bedeutende und aufrüttelnde Worte an die BVV und die Gäste gerichtet: "Mir geht es darum, den Menschen bewusst zu machen, dass Demokratie nicht selbstverständlich ist. Ihnen klar zu machen, dass die Dominanzbestrebungen einzelner Neonazis die Demokratie angreifen sollen und dass wir es sind, die das verhindern müssen. Die Menschen in den Kiezen sind es, die unsere demokratischen Grundwerte hochhalten müssen. Keine Politikerin, kein Politiker wird das Problem alleine in den Griff bekommen, nicht die Polizei nicht die Gerichte. Auch wir selbst tragen Verantwortung. Mein täglicher Einsatz gegen Neonazis soll eine stetige Erinnerung an die Menschen sein, dass sie Verantwortung tragen, für das, was um sie herum geschieht. Ich finde: Wir brauchen wieder mehr verantwortungsbewusste Menschen, Menschen mit dem Blick fürs Ganze, Menschen mit Zivilcourage!"

 
 

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