Vor wenigen Tagen ist ein Mann der ersten Stunde der Sozialdemokratie in Altglienicke und Treptow verstorben: Dr. Stephan Mory ist im Alter von 79 Jahren verstorben. Die SPD Treptow-Köpenick trauert um Stephan Mory und ist in Gedanken bei seinen Angehörigen. Kreisvorsitzender Oliver Igel erklärt hierzu:
"Mit Stephan Mory ist ein engagierter Sozialdemokrat von uns gegangen, der sich bis zuletzt insbesondere für die Belange von Adlershof und Altglienicke eingesetzt hat. Er war der Mann der ersten Stunde: In seinem Wohnzimmer wurde am 7. November 1989 eine SDP-Basisgruppe vor allem mit seinen Arbeitskollegen der Akademie der Wissenschaften aus Adlershof, dem Zentrum für wissenschaftlichen Gerätebau und dem Zentralinstitut für Optik und Spektroskopie gegründet. In diesem Zentralinstitut war Stephan Mory seit 1970 als Diplom-Physiker wissenschaftlicher Mitarbeiter. Schon bald ging es aus seinem Wohnzimmer raus - Tagungen fanden dann wöchentlich in einem Wohngebietsklub in der Ortolfstraße in Altglienicke statt. Auch die regelmäßige Teilnahme am Runden Tisch Altglienicke war in dieser Zeit selbstverständlich. Zu den Forderungen der SDP um Stephan Mory gehörten die Auflösung der Stasi-Objekte, Änderungen beim Bau der Plattenbausiedlungen in Altglienicke, Verkehrskonzepte und der Schutz des Ortskerns Altglienicke. Am 14. Dezember 1989 wurde dann der Kreisverband der SDP Treptow gegründet.
Im Zuge der ersten freien Kommunalwahlen in der DDR wurde Stephan Mory im Mai 1990 in die Stadtverordnetenversammlung von Ost-Berlin gewählt und in der dortigen SPD-Fraktion stellvertretender Fraktionsvorsitzender. In der Stadtverordnetenversammlung arbeitete er im Bau- und im Bildungsausschuss, unterstützte die Schaffung einer neuen Schulverfassung und bemühte sich um Lösungen bei den Problemen des Forschungsstandorts Adlershof. Weitere Themen waren für ihn die Lärm- und Schadstoffbelastung des Flughafens Schönefeld und die Schadstoffbelastung des Adlershofer Unternehmens Berlin-Chemie und weiterhin die Neubaufragen in Altglienicke.
Noch im gleichen Jahr wurde nach der Deutschen Einheit das Abgeordnetenhaus von Berlin neu gewählt. Stephan Mory errang ein Direktmandat als Abgeordneter für Adlershof Süd, Altglienicke und Bohnsdorf.
Ebenfalls 1990 gehörte er zu den Mitgründern eines Lasertechnikunternehmens in Adlershof. Die Stärkung des Wissenschafts-, Wirtschafts- und Medienstandortes Adlershof blieb immer sein politischer Schwerpunkt. Auch nach seinem Ausscheiden aus dem Abgeordnetenhaus im Jahre 1995 widemete er sich mit Leidenschaft Adlershof: viele Jahre ehrenamtlich als Vorsitzender des Forums Adlershof und bei der Wista Management GmbH. Er machte sich als aktiver Netzwerker um den Standort verdient.
Bis zuletzt wurde Stephan Mory als Ratgeber der SPD Treptow-Köpenick geschätzt. Wir verlieren einen großartigen Menschen und einen Mann, der sich um Treptow-Köpenick verdient gemacht hat."
Regelmäßig kann ich als Bezirksbürgermeister eine Kolumne in der BZ veröffentlichen. In dieser Zeit dreht sich natürlich alles um die Ausbreitung des Corona-Virus und die Folgen, so auch in dieser Kolumne:
https://www.bz-berlin.de/berlin/treptow-koepenick/auf-eine-starke-nachbarschaft-ueber-corona-hinaus
Inhaberin des Lokal und Catering "Jawoll"_Beate Laudzim berichtet über ihre Erfahrungen:
Seit fast 15 Jahren arbeite ich als Selbstständige. Mein Lokal eröffnete im Mai 2006. Es hat gedauert, bis das Fahrwasser ruhiger wurde. Ich bin sehr stolz, dass das so ist. Ich liebe meine Arbeit, meine Gäste und Kunden, die Art und Weise wie ich arbeiten darf. Auch wenn es oft mehr als 70 Stunden die Woche sind, ich möchte nichts Anderes. Nun ist alles anders. Das zu begreifen, fällt mir mehr als schwer. Positiv zu bleiben und Optimismus zu entwickeln sind für mich gerade große Herausforderungen.
Dabei habe ich großes Glück, nämlich eine verlässliche und vertrauensvolle Partnerschaft, eine tiefe Bindung zur Familie und ich habe Freunde, die ungefragt da sind.
Wer ebenso ungefragt da ist, ist die SPD. Grundsätzlich ist das für mich keine Überraschung, denn genau deshalb bin ich SPD-Mitglied, um für Solidarität und soziales Miteinander einzustehen. Dass ich diese Solidarität jetzt selbst ganz individuell erfahre, hilft sehr. „Wie geht es dir?“, „Kann ich dir helfen?“ sind Fragen, die gut tun und gerade sehr wichtig sind. Ratschläge zu den Soforthilfen, Hinweise auf Links, Vorschläge zu anderen Hilfen, all das ist wertvoller Beistand.
Was Berlin und seine R2G-Regierung mit den Soforthilfen geschafft haben, finde ich außerordentlich positiv bemerkenswert. Es lässt mich für den Moment etwas gelassener nachdenken. Viel Zeit bleibt zwar nicht, aber eben diese Zeit kann ich nun nutzen, mir Gedanken zu machen über das „Wie weiter danach?“, denn eines ist klar: Wie es war, wird es nicht mehr sein.
Auch dass es in der SPD die AG der Selbstständigen gibt, erweist sich gerade in diesen Wochen für uns Selbstständige als sehr wichtig. Die Hilfestellung zur Beantragung der Soforthilfe via Mail war wirklich gut und auch, dass im persönlichen Austausch via Facebook-Post Tim Renner sich Zeit nahm auch für meine Frage, hat mir sehr geholfen.
Was ich unbedingt nicht unerwähnt lassen möchte ist, dass ich auch angerufen, angeschrieben, angesprochen wurde von Menschen außerhalb der SPD. Auch das ist eine wichtige, sehr schöne Erfahrung.
Auch dafür bin ich sehr dankbar!
An diesem Wochenende können nach 14 Tagen in Isolation die aus China zurückgekehrten Menschen wieder das Gelände des Krankenhauses Köpenick verlassen. Die deutschen Staatsangehörigen wurden von der Bundesregierung aus dem vom Coronavirus betroffenen Gebiet in China ausgeflogen. Bei ihnen hat sich bis heute glücklicherweise kein Coronavirus bestätigt. Dieser ist nach zwei, höchstens vierzehn Tagen nach Ansteckung feststellbar. Sie sind also als gesunde Menschen gekommen und gehen als gesunde Menschen.
Die SPD Treptow-Köpenick hat einen umfassenden Maßnahmenkatalog zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur für den Bezirk erarbeitet. Im Mittelpunkt steht ein Mix: es geht eben nicht um die Bevorzugung oder Benachteiligung einzelner Verkehrsarten - es geht um mehr Angebote statt Verbote. Deshalb sind sowohl für den Fuß-, Rad-, Auto-, Bootsverkehr - und ja auch eine Seilbahn. Genauso geht es aber um die Förderung des öffentlichen Nahverkehrs und den Umgang mit dem Flughafen. Das Konzept im Wortlaut ist im folgenden zu finden.