SPD Adlershof

Gründung der sozialdemokratischen Partei in der DDR (SDP) vor 20 Jahren

Geschichte

Vor 20 Jahren gründete sich die SPD im Bezirk neu.
Im Herbst 1989 gründeten 42 mutige und engagierte Frauen und Männer die Sozialdemokratische Partei der DDR (SDP). Diese Aktion war ein Affront gegenüber der damaligen Politik des SED-Regimes. Auch der Termin 7. Oktober – also der 40. Jahrestag der DDR – war bewusst gewählt.

Es bleibt nicht bei 42 Akteuren. Bereits am 5. November 1989 gründete sich in der Sophienkirche der Bezirksverband (Ost-) Berlin, am 14. Dezember 1989 der Kreisverband Treptow, der Kreisverband Köpenick gründete sich bereits 3 Wochen vorher und anschließend die Ortsverbände.

Persönlichkeiten, wie Beate Petras, Dr. Dieter Schmitz, Dr. Helmut Munkow und Dr. Stephan Mory in Treptow und Monika Höppner, Klaus Reiche und Jürgen Arndt in Köpenick, gehörten zu den Aktivisten der ersten Stunde. Bereits Anfang Januar hatten die beiden Kreisverbände Treptow und Köpenick bei der Urabstimmung zur Umbenennung von SDP in SPD über 300 eingetragene Mitglieder.

Die Fülle der Aufgaben, die bewältigt werden mussten, war enorm. Aufbau von Parteistrukturen, innerparteilichen Wahlen, Mitarbeit am Runden Tisch des Stadtbezirks, Vorbereitungen zur Volkskammerwahl und Kommunalwahl in der DDR usw. Im Unterschied zu anderen Parteien musste sich die SPD in der DDR aus dem Nichts heraus organisieren. In einer Zeit, in der
  • ein privater Telefonanschluss die Ausnahme war,
  • Kopier- und Vervielfältigungstechnik auch für die Staatsorgane der DDR etwas Besonderes waren,
  • Gewerberäume nur mit Genehmigung der staatlichen Stellen anzumieten waren und unabhängig davon kaum zu beschaffen waren,
  • Büromaterialien und -technik kontingentiert wurden,
war der Aufbau funktionierender Strukturen eine enorme Fleißarbeit und ständiger Kleinkrieg mit der staatlichen Verwaltung. Das erste Büro der SDP/SPD Treptow konnte im Januar 1990 im damaligen Stützpunkt der nationalen Front Rodelbergweg 12 eingerichtet werden. Kopier- und Vervielfältigungstechnik kam von der SPD in Westberlin. So konnten Flugblätter und auch Plakate hergestellt werden. Bereits 3 Monate nach der Gründung der Kreisverbände fand die Volkskammerwahl statt, nach 5 Monaten die Kommunalwahl (6. Mai 1990). Die SPD Treptow und die SPD Köpenick erwiesen sich als die stärksten Kräfte im Bezirk. Zumindest auf kommunaler Ebene konnte die SPD ihre politische Spitzenposition bis heute beibehalten. Die sozialdemokratischen Bezirksbürgermeister Monika Höppner, Michael Brückner, Siegfried Stock, Dr. Klaus Ulbricht und Gabriele Schöttler waren und sind Garant dafür, dass trotz verantwortlicher Haushaltspolitik sozialdemokratisches Handeln im Vordergrund steht. Kreisvorstand der SPD Treptow-Köpenick Ansprechpartner: Dr. Dieter Schmitz
 
 

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