Zu einer Demonstration am Mittwoch, dem 16. Juni um 17:00 Uhr vor dem Rathaus Treptow, Neue Krugallee 4, 12435 Berlin rufen Alexander Freier (AG-Queer und Mitglied der BVV Treptow-Köpenick) und Oliver Igel (Vorsitzender der SPD-Fraktion in der BVV) auf und erklären dazu:
„In der Nacht vom 12. Juni 2010 wurde ein homosexuelles Paar in der Puschkinallee in Treptow von drei Unbekannten angegriffen und teilweise schwer verletzt. Nachdem das Paar im Zuge eines Streites zunächst auf Grund ihrer sexuellen Orientierung beleidigt wurde, schlug man einem der Männer mit der Faust ins Gesicht und versetzte dem anderen einen Stoß mit dem Kopf. Einem der Männer wurde zudem mit einem Messer in den Rücken gestochen.
Es gilt nun Flagge zu zeigen und sich solidarisch mit den Opfern von Gewalt zu zeigen. People of Colour, Menschen nicht deutscher Herkunft, Lesben, Schwule, bi-, trans- und intersexuelle Menschen, Menschen mit Handicap und ‚Linke’ sind häufig Anfeindungen und Gewalt ausgesetzt.
Auch in Berlin häufen sich die Gewalttaten gegenüber LesBiSchwulen sowie trans- und intersexuellen Menschen. Solche Gewalttaten dürfen nicht hingenommen werden - nirgendwo!“
Information: Alexander Freier, 0176 640 97 994 und
Zentrum für Demokratie Treptow–Köpenick, Tel./Fax: 030 - 654 87 293, zfdtk@t-online.de
SPD Treptow-Köpenick legt eine Chronik der Jahre 1989 und 1990 vor
Mit einer großformatigen Broschüre lässt die SPD Treptow-Köpenick die Jahre 1989/90 und die Gründung der SDP wieder lebendig werden. Der langjährige Treptower SPD-Kreisvorsitzende und frühere Bezirksstadtrat Dr. Dieter Schmitz hat zahlreiche persönliche Erinnerungen, Dokumente und Fotos zu einer Chronik zusammengetragen, die einen Schwerpunkt auf die Geschehnisse in Treptow legt.
Auf gut 40 Seiten werden die Gründung der SDP im Oktober 1989 und der darauf folgende Aufbau der Partei im Bezirk und den Ortsteilen beschrieben. Erinnert wird an die Besetzung des Zentralrechners der Stasi in Wuhlheide im Januar 1990, an die Formulierung eines kommunalpolitischen Programms für den Stadtbezirk und die Debatten in der Partei, zum Beispiel zur Aufnahme ehemaliger SED-Mitglieder. Aus Neukölln bekamen die Treptower Genossinnen und Genossen Bürotechnik und praktische Unterstützung. Am Runden Tisch setzte die inzwischen in SPD umbenannte Partei, soweit das überhaupt möglich war, einige ihrer Vorstellungen durch. Der Ruf nach Öffnung neuer Grenzübergänge aber scheiterte beispielsweise an der Sorge vor einer Zunahme des Verkehrs. Die SPD rief - „um einen weiteren Schritt in Richtung Normalität herzustellen“ - zu einer Demonstration auf.
Die Broschüre dokumentiert die erste Vorstandswahlen, die Beteiligung am Berliner Bezirksparteitag, die Vorbereitungen der Volkskammerwahl und schließlich der Kommunalwahl, bei der der Sozialdemokrat Michael Brückner Stadtbezirksbürgermeister wurde. Die Chronik endet schließlich mit dem Zusammenschluss der SPD in Ost und West und der gemeinsamen Vorbereitung der Bundestagswahl am 2. Dezember 1990. Persönliche Erinnerungen von Gründungsmitgliedern runden das Bild ab.
Die Broschüre im A4-Format kann gegen Zusendung eines frankierten Rückumschlags (Großbrief, 1,45 Euro) bei der SPD-Treptow-Köpenick bestellt werden: Grünauer Straße 8, 12557 Berlin. Für eine Chronik der friedlichen Revolution in Köpenick werden noch Dokumente und persönliche Erinnerungen gesucht.
Der gemeinsamen Einladung der SPD- Abteilungen Köpenick- Nord, Friedrichshagen und Rahnsdorf in den Ratskeller Köpenick folgten am 25.05.2010 circa 50 Bürger, um mit Volker Schattling, Abschnittsleiter der Polizeidirektion Köpenick und Tom Schreiber, Mitglied des Innenausschusses im Berliner Abgeordnetenhaus, über die Entwicklung der Kriminalität in Köpenick zu diskutieren und um Informationen über die neuesten Entwicklungen in unserem Kiez zu erhalten.
Herr Schattling begann seine Ausführungen, in dem er einige Zahlen aus der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) des Landes Berlin - heruntergebrochen auf den Stadtteil Köpenick - nannte und mit den Jahren zuvor verglich. Er machte aber gleichzeitig deutlich, dass solche Statistiken und daraus abgeleitete Entwicklungen nur bedingt aussagekräftig seien.
Hier gebe es häufig von Jahr zu Jahr ein großes auf und ab. So seien die Einbruchszahlen in Einfamilienhäuser im Jahr 2009 im Vergleich zum Vorjahr von 44 auf 61 Fälle gestiegen.
Laubeneinbrüche hingegen wurden der Polizei im vergangenen Jahr nur 21 Fälle gemeldet, eine vergleichsweise sehr niedrige Zahl.