SPD Adlershof

Sozial.Digital.Klimaneutral

PM: Die Christophoruskirche erhält 1 Mio. Euro für die Sanierung der Kirche

Pressemitteilung

 

Die Christophoruskirche erhält 1 Mio. Euro für die Sanierung der Kirche

Die Christophoruskirche in der Bölschestraße in Friedrichshagen erhält für Ihr Projekt „Raum für Alle: Unsere Kirche am Markt“ 1 Million Euro vom Bund, so beschloss es der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags in seiner heutigen Sitzung.

Birgit Ladwig, Vorsitzende des Gemeindekirchenrates: "Als wir heute die fast unglaubliche Nachricht von der Riesen-Förderung erhielten, wären wir uns am liebsten vor Freude gegenseitig um den Hals gefallen! Ging ja nicht, aber holen wir nach. Wir sind sehr, sehr glücklich darüber. Weil jetzt der Kirchenumbau, der von vielen engagierten Ehrenamtlichen jahrelang geplant und erträumt wurde, weitergehen kann. Zuletzt hatten wir durch Corona die Zuversicht (oder: die Hoffnung), dass wir dieses Vorhaben aus eigener Kraft schaffen können, nicht mehr so richtig gehabt. Also, wir sehen gerade alle sehr glücklich aus. Schade, dass Sie das nicht sehen können."

Die Kirche ist der zentrale Ort des Gemeindelebens in Friedrichshagen. Neben den Gottesdiensten finden alle Andachten, alle Gemeindeveranstaltungen, Gesprächskreise oder die Proben der verschiedenen musikalischen Ensembles statt. Schulen, Vereine oder Bürgerinitiativen nutzen die Räumlichkeiten. Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht ein oder mehrere Gemeinderäume belegt sind.

Nach mehr als fünfzig Jahren intensiver Raumnutzung wurde der Sanierungsbedarf so groß, dass erste Umbau- und Renovierungsarbeiten Anfang 2020 starteten. Diese Maßnahmen der ersten Bauphase haben zum Ziel, die Funktionalität der Räume zu verbessern. Mit dem zur Finanzierung bis hierhin zu leistenden Eigenanteil ist die Gemeinde an ihre finanziellen Grenzen gegangen.

Das bestimmende gestalterische Element ist die Altarwand mit ihrer bauzeitlichen Bemalung sowie der für den Innenausbau verwendeten „weißen“ Ziegel. Leider kam es in den Jahren nach dem Turmschaden auch zu massiven Feuchteschäden in den angrenzenden Gewölbeteilen. Aufgrund knapper Mittel wurde bei der Sanierung 1972 alles überstrichen. Den Kircheninnenraum denkmalgerecht zu erneuern übersteigt die Möglichkeiten der Gemeinde.

Die Kosten für diese Maßnahmen belaufen sich auf ca. 2 Millionen Euro.

Die heute beschlossene finanzielle Unterstützung durch den Bund beträgt 1 Million Euro.

Die Kirche ist eine Sehenswürdigkeit in Friedrichshagen und zusammen mit dem Marktplatz und der Bölschestraße sowie dem Kirchvorplatz mit einem weiteren Denkmal ein außergewöhnliches städtebauliches Ensemble, die (und das) auch von zahlreichen Touristen aus dem In- und Ausland besucht wird, die den Müggelsee und Köpenick kennenlernen wollen. Die Gemeinde öffnet die Kirche zu diesem Zweck im Sommer regelmäßig im Rahmen eines Konzepts „Offene Kirche“. Auch dafür muss die denkmalgerechte Sanierung der Innenräume angegangen werden.

Oliver Igel (SPD), Bezirksbürgermeister von Treptow-Köpenick: „Die Christophoruskirche öffnet sich mit einem neuen Konzept noch stärker als bisher für die Friedrichshagener Bevölkerung unabhängig von ihrer Religion. Die Kirche wird ein wichtiger Ort der Begegnung und Beratung der gesamten Bürgerschaft. Deshalb freut mich das Engagement des Bundes zur Gesamtsanierung als Voraussetzung für die weitere Öffnung der Kirche.“

Ana-Maria Trăsnea, SPD-Bundestagskandidatin für Treptow-Köpenick: „Es ist mir eine besondere Freude, dass der Bundestagsabgeordnete Swen Schulz auf meine Einladung hin nach Friedrichshagen gekommen ist und wir ihn von dem Projekt überzeugen konnten. Die Kirche und die Gemeinde ist mit unserem ehemaligen Reichstagsfraktionsvorsitzenden Otto Wels verbunden, der in Friedrichshagen wohnte, war mit allen Konsequenzen aktiv im Widerstand, wurde in Zeiten der DDR-Diktatur unterdrückt und der Kirchturm nach einem Sturm gesprengt. Zu Wendezeiten initiierte der Gemeindepfarrer den Runden Tisch Friedrichshagen. Die Christophorus Kirche ist schon seit vielen Jahren gegenüber der lokalen und politischen Gemeinde sehr offen und ist wahrlich ein Raum für alle in Friedrichshagen. Über die Unterstützung von der Bundesebene für diesen Raum für alle bin ich sehr dankbar. (Nun wollen wir alles dafür tun, dass die Bauarbeiten zeitnah vorangehen.)“

Alexander Freier-Winterwerb, Vorsitzender SPD-Fraktion Treptow-Köpenick: „Ein Sprichwort sagt, dass viele kleine Leute, die an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern. Die Welt zu einem besseren Ort machen zu wollen, liegt in der DNA der Gemeinde und das hat sie in der schwersten und schönsten Tagen unseres Landes gezeigt. Ich freue mich, dass das Land heute etwas zurückgeben und helfen kann.“

Robert Schaddach, MdA (SPD): „In meiner Berufstätigkeit für die Berliner Bürgerbräu führte mich der Weg oft an der Christophoruskirche vorbei, aber auch in den Austausch bei Veranstaltungen, ich denke hier gerne an das Dichter Dran Festival zurück, umso mehr freut es mich das aus Mitteln des Bundes für diesen herausragenden Ort eine finanzielle Unterstützung möglich wird. Ich werde mich mit allen Möglichkeiten dafür einsetzen das auch die Kofinanzierung gesichert wird.“

Anlage: Bild (v.l.n.r.): Birgit Ladwig (Vorsitzende Gemeindekirchenrat), Alexander Freier-Winterwerb (Vorsitzender SPD-Fraktion Treptow-Köpenick), Markus Böttcher (Pfarrer), Swen Schulz, MdB  (SPD), Dr. Matthias Dettloff (Vorsitzender Bauausschuss), Ana-Maria Trăsnea (SPD-Bundestagskandidatin), Constanze Pilz (Küsterin), Marc-Oliver Ram (SPD Friedrichshagen / BzV), Robert Schaddach, MdA (SPD)

Ana-Maria Trasnea zum heutigen Deutschen Pflegetag

Zum heutigen Deutschen Pflegetag äußert sich unsere Bundestagskandidatin Ana-Maria Trasnea:

"Anfang des Jahres und in diesen Wochen richtet sich die Aufmerksamkeit besonders auf diese Berufsgruppe. Die Bundesregierung hat zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen bereits die sogenannte konzertierte Aktion Pflege auf den Weg gebracht. Darin sind neben höheren Löhnen, mehr Ausbildungsplätze, mehr Verantwortung besonders in der Zusammenarbeit mit anderen Gesundheitsberufen auch ein Fokus auf Digitaliesierung enthalten.

Ich finde, das sind wichtige erste Schritte. In der Pflege arbeiten hauptsächlich Frauen in Teilzeit und viele davon werden in den nächsten 10-15 Jahren in Rente gehen. Deshalb ist es wichtig, die jungen Pflegekräfte so lange wie möglich im Beruf zu halten. Das funktioniert nur, wenn Frauen gerechte Arbeitsbedingungen vorfinden.

Junge Pflegekräfte fordern in ihrer #gibuns5 Kampagne folgende Veränderungen:

1) Personalbemessung muss auf aktuellen pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen festgelegt werden. Nicht jeder Patient benötigt den selben Aufwand und das sollte sich widerspiegeln. Starre Quoten sind nicht zielführend

2) Neben den Vorschlägen aus der konzertierten Aktion Pflege gilt es die Ausbildungszeit zu verbessern. Auszubildende sollten nicht im Stellenplan festgehalten werden. Praxisanleitungen müssen gewährleistet werden und es müssen bundeseinheitliche Ausbildungsquoten festgelegt werden. 

3) Pflegekräfte brauchen Weiterbildungsmöglichkeiten, die dem aktuellen wissenschaftlichen Stand entsprechen. Dazu gehört eine Weiterbildungsordnung.

4) Gerechte Finanzierung für Krankenhäuser, ambulante und stationäre Langzeitpflege sowie unsere Sozialsysteme: Die Gesundheit der Menschen ist wichtiger als Profit. 

5) Politische Mitbestimmung für Pflegekräfte heißt: berufliche Selbstverwaltung der Pflege, eine stärkere Einbindung der pflegerischen Fachexpertise in Krisenstäben, pflegerische Interessenvertretung in politischen Entscheidungen und Stimmrechte im Gemeinsamen Bundesausschuss. 

Eigentlich sollten diese Punkte selbstverständlich sein. Die Pflege ist ein eigenständiger Beruf im Gesundheitswesen. Als solcher muss er anerkannt werden. 

In diesem Sinne wünsche ich allen Beteiligten des Deutschen Pflegetages viel Erfolg und spannende Diskussionen."

 

Fotobeschreibung: Im Rahmen der Aktion "Solidarität mit Pflegekräften - Eine Aktion von Frauen in der SPD Treptow-Köpenick" wurden im Frühsommer Dankeschön-Pakete an Pflegekräfte in Treptow-Köpenick verteilt.

Lösung für Gasdruckregelanlage in Müggelheim

Im Juni 2020 war auf dem Dorfanger das Fundament ausgehoben worden - der Protest wuchs rasch.

Der Neubau einer Gasdruckregelanlage in Müggelheim hat im Sommer 2020 für erhebliche Proteste im ganzen Ort gesorgt. Hintergrund der Verärgerung war, dass die Anlage direkt auf den historischen Dorfanger gebaut wurde und die Sicht auf das historische Ensemble verstellt hat. Eine Verschandelung des Ortsteils. Dazu kam es, weil zu wenig Fingerspitzengefühl bei der Standortwahl vorhanden war - technisch konnte der alte, am Dorfanger zurückgesetzte Standort nicht gewählt werden, weil für den Bau an dieser Stelle die Gasversorgung im Ort für längere Zeit komplett unterbrochen werden müsste. Und rein rechtlich steht die Versorgungssicherheit der Bevölkerung über allem, sodass auch Bedenken des Denkmalschutzes zurückgestellt werden mussten.

Der 9. November hat viele Facetten

Bisher ein Ort der Anonymität - Gräberfeld für die Opfer des Nationalsozialismus in Altglienicke.

Der polnische Pfarrer Waclaw Zienkowski starb vor 80 Jahren - ermordet im KZ Sachsenhausen. Er ist eines von 1.360 Opfern nationalsozialistischer Gewalt, die auf dem Friedhof Altglienicke ohne Nennung ihrer Namen ihre letzte Ruhe fanden. Pfarrer Zienkowski und alle anderen Opfer sollen aus ihrer Anonymität geholt werden. Deshalb wird die Grabanlage komplett umgestaltet. 1360 Patinnen und Paten haben in ihrer Handschrift die Namen der Opfer aufgeschrieben. Sie werden künftig an diesem Ort aufgestellt werden. Am 9. November 2020 gedachten wir im kleinen Kreis und in Anwesenheit der Nichte Zienkowskis der in Altglienicke beerdigten Opfer des Nationalsozialismus.

Alles doof mit Corona? - Online-Gespräch mit Oliver Igel und Lars Düsterhöft

AllesDoofCorona

Die Infektionszahlen steigen weiter, obwohl wir seit nun fast 2 Wochen einen „Lockdown light“ haben. Gaststätten und Kultureinrichtungen haben geschlossen und auch im Einzelhandel gibt es neue Auflagen. Die Schulen und Kitas sind offen. Noch. Denn wenn die Infektionszahlen sich nicht mindestens stabilisieren, wird die Politik um zusätzliche Maßnahmen nicht herumkommen. Viele Kinder und Eltern sind nun schon von einzelnen Schließungen betroffen. Einige befinden sich sogar zum wiederholten Male in Quarantäne.
Auch in den Pflegeeinrichtungen gibt es wieder massive Einschränkungen für die Angehörigen. Ziel ist es, dass die Pflegekräfte und die BewohnerInnen einem möglichst geringen Infektionsrisiko ausgesetzt sind.
Über die aktuellen und zukünftigen Maßnahmen werden mit Euch/Ihnen der Bezirksbürgermeister Oliver Igel und dem Abgeordneten Lars Düsterhöft im Rahmen des 1. digitalen politischen Frühschoppen diskutieren.

 

Wann: Sonntag, 15. November 2020

Uhrzeit: 10:00 bis 12:00 Uhr

Link: https://konferenz.spd.de/webappng/sites/konferenz/meeting/info/9ab23fe4fb104e9aa45e569c8bfad055336b6f499605c3295f0d1fac0312c7a8?siteurl=konferenz&rnd=0.3903213346594495