Zu der aktuellen Diskussion über eine vermeintliche "Überflutung" Berlins durch Touristinnen und Touristen erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende in der BVV Treptow-Köpenick, Oliver Igel:
Die von den Grünen angestrengte Debatte über eine Lenkung der Touristenströme ist kontraproduktiv für die wirtschaftliche Entwicklung Berlins. Wir sollten froh über jeden Besucher unserer Hauptstadt sein. Berlin ist nicht nur Hauptstadt, sondern eine Großstadt mit dem Anspruch, weltoffen zu sein. Dazu gehören Besucherinnen und Besucher aus aller Welt. Um weiterhin attraktiv für Touristen zu bleiben, ist es aber auch Aufgabe der Stadt, für Sicherheit und Ordnung zu sorgen. Dazu gehören vor allem Müllbeseitigung und Pflege von Grünanlagen und Straßen.
Wenn die Friedrichshain-Kreuzberger Grünen Touristinnen und Touristen nicht in ihrem Bezirk willkommen heißen, dann heißt Treptow-Köpenick die Besucher herzlich willkommen. Unser Bezirk hat viele interessante Ecken: auf dem Wasser, in den Wäldern und Parks, in den Museen, Gedenkstätten und im Schloss Köpenick, in der Altstadt, im Industrieviertel Schöneweide und an vielen anderen Orten. Die Berliner Tourismusmarketingorganisation sollten sich stärker darum bemühen, die Bezirke jenseits der Stadtmitte stärker zu vermarkten und den Besuchern aus aller Welt zu zeigen, dass es in Treptow-Köpenick attraktive Übernachtungsmöglichkeiten und interessante Sehenswürdigkeiten gibt.
Unser Ziel ist es, die Tourismusbranche noch stärker als bisher zu einem entscheidenden Wirtschaftsfaktor mit guten Arbeitsplätzen im Bezirk auszubauen. Wir wollen deshalb keine Diskussion, die Touristinnen und Touristen fernhält.
Bis zum Freitag, dem 18. Februar 2011, waren alle Kinder der zukünftigen 7. Klassen für eine Oberschule in Treptow-Köpenick anzumelden. Berichte, die von einer guten Annahme der Integrierten Sekundarschulen in Berlin sprechen, lassen sich in Treptow-Köpenick in besonderer Weise bestätigen. Auch die oft beschworene Übernachfrage der Gymnasien ist ausgeblieben.
„Schon im letzten Jahr wurden mehr als die Hälfte der Schülerinnen und Schüler aus Treptow-Köpenick an einer Gemeinschafts- oder Integrierten Sekundarschule angemeldet. Diese Entwicklung setzt sich nun erfreulicherweise fort“, stellt der schulentwicklungspolitische Sprecher, Rick Nagelschmidt, fest.
An den sechs Gymnasien im Bezirk wurden 934, an den sechs Integrierten Sekundarschulen 713 (davon ca. 22 % mit einer Gymnasialempfehlung) und an den drei Gemeinschaftsschulen 317 Schülerinnen und Schüler angemeldet. Damit ist für alle drei Schultypen ein deutlicher Anstieg in den Anmeldezahlen festzustellen, der u. a. aus gestiegenen Schülerzahlen im Bezirk und aus dem anderthalbfachen Jahrgang resultiert, welcher durch die Herabsetzung des Einschulungsalters vor sechs Jahren nun zum Zug kommt. Auch aus anderen Teilen Berlins werden unsere Schulen weiterhin in Anspruch genommen.
Am Samstag, dem 12. März 2011 findet von 10 Uhr bis 17 Uhr im Jugendzentrum Johannisthal (Winckelmannstraße 56, 12487 Berlin) die Zukunftswerkstatt für ein demokratischeres und toleranteres Treptow-Köpenick statt.
Im Zentrum dieser Veranstaltung steht die Frage: Was brauchen wir im Bezirk Treptow-Köpenick, um der NPD entschieden entgegenzutreten? Unter „Zukunftswerkstatt“ versteht man eine Methode, um mit neuen Ideen Lösungen für gesellschaftliche Probleme zu entwickeln. Ziel ist es, dass Menschen Politik und gesellschaftliche Entwicklungen nicht als passive Zuschauer/innen, sondern als aktive Gestalter erleben. Im Mittelpunkt der Zukunftswerkstatt stehen die Menschen, die unsere Demokratie mit Leben erfüllen. Eine Zukunftswerkstatt besteht aus drei Phasen: Erstens – die Kritikphase. Hier sollen die Teilnehmer/innen eine Bestandsaufnahme vornehmen. Zweitens – die Visionenphase. In dieser entwickeln die Teilnehmer/innen das Bild einer idealen Zukunft. Drittens – die Realisierungsphase. Hier stellen die Teilnehmer/innen eine Verbindung zwischen dem Ist- und Soll-Zustand her und entwickeln konkrete Handlungsschritte, wie man seiner Vision Schritt für Schritt näher kommen kann.
Wir brauchen DICH/Sie als Bürger/in und engagierten Menschen in Treptow-Köpenick. Egal, ob Du/Sie Schüler/in, Student/in, Angestellte/r, Arbeitssuchend, Rentner/in, ein wenig verrückt, Azubi, Mitglied im Sportverein, neu im Bezirk, aktiv in der Jugendfreizeiteinrichtung, dem Kiezklub, in der Kirchgemeinde, in einer Bürgerinitiative oder Mitglied einer parteipolitischen Organisation bist/sind! Die Zukunftswerkstatt wendet sich an alle Bürger/innen, die etwas bewegen wollen. Wir wollen gemeinsam mit Dir/Ihnen Perspektiven, Visionen und Träume für die Zukunft eines demokratischeren und toleranteren Treptow-Köpenick entwickeln.
Am Freitag, dem 25. Februar, lädt Karlheinz Nolte zum Stadtteiltag nach Johannisthal, Nieder- und Oberschöneweide. Der Tag beginnt um 8.30 Uhr mit einem Infostand zum Thema „Gesundheit für alle: Die Bürgerversicherung“ vor dem Einkaufszentrum in Schöneweide. Gemeinsam mit der Staatssekretärin Claudia Zinke besucht er das Gebrüder-Montgolfier-Gymnasiums zu einem Gespräch mit Schülerinnen, Schülern und der Schulleitung. Danach gibt es eine Führung und Besuch im ehemaligen NS-Zwangsarbeiterlager, ein HTW-Besuch und als Abschluss ein Besuche des Fußballspiels mit Bewohnern und Betreuern des SFE Pflegeheims Johannisthal in der Alten Försterei.
Termine und die Einzelheiten finden Sie unter www.spd-berlin.de