Gegen Rechtsextremismus
Am Samstag, dem 12. März 2011 findet von 10 Uhr bis 17 Uhr im Jugendzentrum Johannisthal (Winckelmannstraße 56, 12487 Berlin) die Zukunftswerkstatt für ein demokratischeres und toleranteres Treptow-Köpenick statt.
Im Zentrum dieser Veranstaltung steht die Frage: Was brauchen wir im Bezirk Treptow-Köpenick, um der NPD entschieden entgegenzutreten? Unter „Zukunftswerkstatt“ versteht man eine Methode, um mit neuen Ideen Lösungen für gesellschaftliche Probleme zu entwickeln. Ziel ist es, dass Menschen Politik und gesellschaftliche Entwicklungen nicht als passive Zuschauer/innen, sondern als aktive Gestalter erleben. Im Mittelpunkt der Zukunftswerkstatt stehen die Menschen, die unsere Demokratie mit Leben erfüllen. Eine Zukunftswerkstatt besteht aus drei Phasen: Erstens – die Kritikphase. Hier sollen die Teilnehmer/innen eine Bestandsaufnahme vornehmen. Zweitens – die Visionenphase. In dieser entwickeln die Teilnehmer/innen das Bild einer idealen Zukunft. Drittens – die Realisierungsphase. Hier stellen die Teilnehmer/innen eine Verbindung zwischen dem Ist- und Soll-Zustand her und entwickeln konkrete Handlungsschritte, wie man seiner Vision Schritt für Schritt näher kommen kann.
Wir brauchen DICH/Sie als Bürger/in und engagierten Menschen in Treptow-Köpenick. Egal, ob Du/Sie Schüler/in, Student/in, Angestellte/r, Arbeitssuchend, Rentner/in, ein wenig verrückt, Azubi, Mitglied im Sportverein, neu im Bezirk, aktiv in der Jugendfreizeiteinrichtung, dem Kiezklub, in der Kirchgemeinde, in einer Bürgerinitiative oder Mitglied einer parteipolitischen Organisation bist/sind! Die Zukunftswerkstatt wendet sich an alle Bürger/innen, die etwas bewegen wollen. Wir wollen gemeinsam mit Dir/Ihnen Perspektiven, Visionen und Träume für die Zukunft eines demokratischeren und toleranteren Treptow-Köpenick entwickeln.
Zur Vereinigungsfeier zwischen der NPD und DVU und dem Wahlkampauftakt der neuen Partei "NPD - Die Volksunion" trafen sich am Sonnabend, dem 15.01.2011, rund 60 Nazis mit Entourage aus ganz Deutschland in der Aula der Max-Taut-Schule in Berlin-Lichtenberg.
Trotz starken Protests und der Prüfung aller rechtlichen Mittel von Bezirk und Senat konnte die Veranstaltung in der Aula nicht verhindert werden. Redner der NPD waren u.a. Udo Voigt, Holger Apfel und Udo Pastörs, die wieder menschenverachtende Parolen in ihrer „Reichshauptstadt“ verbreiteten und Geschichtsrevisionismus betrieben.
Etliche VertreterInnen aller demokratischer Parteien und Jugendorganisation Berlins und Brandenburgs trafen sich am S-Bahnhof Nöldnerplatz um gegen diese Veranstaltung zu protestieren und zu zeigen, dass rechtsextreme Parteien und deren Gedankengut keinen Platz in Schulen, Bezirken und unserem Land haben.
Eine besonders kreative Aktion wurde von der SPD Treptow-Köpenick erdacht: Zusammen mit BürgerInnen aus Lichtenberg, Friedrichshain und Brandenburg gingen einige von ihnen, u.a. Oliver Igel (SPD-Kreisvorsitzender), Lars Düsterhöft (JUSOS-Kreisvorsitzender), Clara Hermann MdA (Bündnis 90/Grüne) Alexander Freier (SPD-Bezirksverordneter) und Dr. Hans Erxleben (Bezirksverordneter Die Linke) in die öffentlich beworbene Veranstaltung und klatschten an jenen Stellen, bei denen die NPD-DVU-Anhänger mit dem Kopf schüttelten. Auch durch die Hustenanfälle einiger erkälteter TeilnehmerInnen mussten sich die Redner der NPD oft wieder neu finden.
Mit der kritischen Teilnahme an der Veranstaltung war es möglich, die NPD-Propaganda eines großen Festaktes zu entlarven. Tatsächlich waren im Saal nur wenige Anhänger vertreten. Vermutlich ca. 60 Anhänger fanden den Weg nach Lichtenberg. Der Saal, in den 500 Menschen passen, wurde mit zusätzlichen Tischen und einer großen Freifläche vor der Bühne "aufgefüllt".
"Es ist eine Ironie der Geschichte, dass die NPD ihre Fusionsfeier ausgerechnet in dem Saal in Lichtenberg begeht, in dem die BVV tagt und in dem sich vor wenigen Wochen die NPD-Fraktion aufgelöst hat, weil ein DVU-Verordneter aus Protest gegen die Fusion ausgetreten ist. Davon fiel auf der Veranstaltung kein Wort. Aber jeder im Saal wusste, dass gerade dieser Saal das Symbol für den Rohrkrepierer ist, den diese Fusion darstellt", sagte Oliver Igel.
Am 27. Juli 2010 fand im Rathaus Schöneberg die kritische Nachbetrachtung zum Bundesparteitag von „Pro Berlin“ statt. Aufgerufen hatten zu dieser Nachlese u. a. die JUSOS in der SPD Treptow-Köpenick sowie die SPD Treptow-Köpenick. Ein unterstützendes Grußwort sandte der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit. Zusammen mit unserem Kreis- und Fraktionsvorsitzenden Oliver Igel, unserem JUSO-Kreisvorsitzenden Lars Düsterhöft sowie Tom Schreiber MdA (auch einer der Referierenden) waren unsere Stellv. JUSO-Kreisvorsitzenden Josephine Schulz, Paul Bahlmann und Martin Magdziak mit vielen weiteren JUSOS unter den über 100 Teilnehmenden im dicht gefüllten John-F.-Kennedy-Saal. Die schreibende und sendende Presse war dabei gut vertreten.
Die rechtsextreme Szene von Berlin und Brandenburg will am 5.Dezember 2009 in Königs Wusterhausen für ein so genanntes „Nationales Jugendzentrum“ demonstrieren, wie zuvor seit 2003 in Berlin, zumeist in Treptow-Köpenick.
Wir haben es geschafft, dass der Dezember in Berlin dieses Jahr nazifrei bleibt.
Egal wo die die Feinde der Demokratie für ihre menschenverachtenden Ziele mit dumpfen Parolen aufmarschieren, wir werden zeigen, dass wir gemeinsam gegen Rechtsextremismus und Rassismus stehen.
Wir rufen dazu auf, die Gegenaktionen der Zivilgesellschaft in Königs Wusterhausen lautstark und bunt zu unterstützen. Mit der S-Bahn S46 ist man schnell dort.
Treffpunkt ist 11.30 Uhr auf dem Fontane-Platz, vor dem Fontanecenter, wo zwischen 9.00 und 17.00 ein multikultureller „Weihnachtsmarkt“ der demokratischen Parteien stattfindet.
Wir sind lauter, wir sind bunter, wir sind mehr!
Bevor der Nikolaus kommt treten wir den Nazis auf die Stiefel!
Aktuelle Infos unter www.mbr-berlin.de und in der Tagespresse.
Bündnis für Demokratie und Toleranz Treptow-Köpenick Schirmherrin Gabriele Schöttler, Bezirksbürgermeisterin(SPD)
ErstunterstützerInnen:
Christina Emmrich, Bezirksbürgermeisterin Lichtenberg (Die Linke)
Dagmar Pohle, Bezirksbürgermeisterin Marzahn-Hellersdorf (Die Linke)
Dirk Retzlaff, Bezirksstadtrat Treptow-Köpenick (SPD)
Dr.Hans Erxleben, MdBVV Treptow-Köpenick (Die Linke)
Matthias Schmidt, MdBVV Treptow-Köpenick (SPD)